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Bristol Myers Sqiubb macht Immunologie zur Hautsache

Bristol Myers Squibb macht Immunologie zur Hautsache.

8 min

Mit unserer zukunftsweisenden Forschung, innovativen Wirkansätzen und unserer über 20-jährigen Erfahrung im Bereich Immunologie entwickeln wir Therapien für Patient:innen mit immunvermittelten, chronisch-inflammatorischen Hauterkrankungen.

Unsere Mission bei Bristol Myers Squibb ist die Erforschung, Entwicklung und Bereitstellung von innovativen Medikamenten, die Patient:innen dabei helfen, schwere Erkrankungen zu überwinden. Unsere Vision dabei: Das Leben von Patient:innen durch Forschung und Wissenschaft zu verbessern.


Als ein weltweit führendes biopharmazeutisches Unternehmen haben wir eine vielfältige und vielversprechende Pipeline: mehr als 50 Wirkstoffe  sind in der Entwicklung, über 40 Krankheitsgebiete  werden erforscht.
 

Immunologie – ein Fokusgebiet von Bristol Myers Squibb

Die Immunologie inklusive der Dermatologie zählt zu einem unserer Forschungsschwerpunkte. Hier kombinieren wir über 20-jährige Erfahrung mit Innovation im Kampf gegen immunvermittelte, chronisch-inflammatorische Erkrankungen.

Zufriedene Patientinnen

Dermatologie – Forschung für ein ganz normales Leben

Auch im Bereich der Dermatologie arbeiten unsere Forschungsteams mit Hochdruck an innovativen Lösungen für Patient:innen mit verschiedenen Hauterkrankungen. Wir möchten ihr Leben verbessern, ihre Lebensqualität steigern und ihnen einen (fast) normalen Alltag ermöglichen – ohne plagende Symptome, ständige Gedanken an ihre Erkrankung und zahlreichen alltäglichen Beeinträchtigungen.

PIPELINE

Unsere Pipeline in der Dermatologie

In der Dermatologie konzentrieren wir uns vor allem auf die Entwicklung von innovativen Therapien für Patient:innen mit immunvermittelten, chronisch-inflammatorischen Hauterkrankungen wie Psoriasis, Atopischer Dermatitis und kutanem/diskoidem Lupus erythematodes. Aktuell umfasst unsere Pipeline in diesem Bereich mehr als 5 laufende Phase-I/II/III-Studien und einen potenziellen Produkt-Launch in naher Zukunft.

Plaque-Psoriasis – eine vielschichtige Erkrankung

Psoriasis ist eine recht häufige Erkrankung: 2 bis 3 % der europäischen Bevölkerung leiden daran.  In Deutschland sind es rund 2 Millionen Menschen.  Die Plaque-Psoriasis (Psoriasis vulgaris) ist dabei mit fast 90 % die häufigste Form.

Die Plaque-Psoriasis ist eine komplexe, multifaktoriell-bedingte, immunvermittelte, chronisch-inflammatorische Erkrankung. Die Krankheit manifestiert sich vor allem auf der Haut als charakteristische Plaques: erythematöse, leicht erhabene, mit silbrigen Schuppen bedeckte, gut abgegrenzte und oft juckende Hautläsionen. Ein schubförmiger Verlauf ist häufig.

Systemische Erkrankung mit Begleiterkrankungen

Als systemische Erkrankung betrifft die Plaque-Psoriasis nicht nur die Haut, sondern den ganzen Körper.  Die Mehrheit der Betroffenen hat mindestens eine Begleiterkrankung, wie Psoriasis-Arthritis, Übergewicht, Depressionen, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder chronisch-inflammatorische Darmerkrankungen.  Das Mortalitätsrisiko ist bei Betroffenen erhöht.

Psoriasis geht mit einer hohen psychischen Belastung einher

Nicht nur der körperliche Leidensdruck der Betroffenen ist aufgrund der Psoriasis-Symptomatik und möglichen Begleiterkrankungen hoch, sondern auch der seelische Leidensdruck.  Die Lebensqualität ist oft stark vermindert.  Nahezu alle Lebensbereiche werden von der Psoriasis-Erkrankung beeinflusst und ein ganz normaler Alltag ist kaum möglich.  

Häufig geht die Psoriasis einher mit:

  • Stigmatisierung, Angst vor Ausgrenzung
  • Schamgefühl, geringem Selbstbewusstsein, vermindertem Selbstwertgefühl, sozialem Rückzug
  • Psychischen Erkrankungen insb. Depressionen, aber auch Angstzuständen, Selbstmordgedanken, Alkoholabhängigkeit und Nikotinsucht
  • Sozialen und beruflichen Problemen
  • Alltäglichen Beeinträchtigungen u. a. bei der Kleiderwahl, Badroutine, beim Sport, Schlaf, im sozialen Leben, Liebesleben und Beruf

Die komplexe Pathogenese der Plaque-Psoriasis

Bei der Entwicklung der multifaktoriell-bedingten Plaque-Psoriasis spielen genetische Faktoren wie auch Umweltfaktoren eine Rolle.  Meist bricht die Erkrankung aus, wenn Triggerfaktoren, wie Infektionen oder psychischer Stress, auftreten.  Die Trigger können zugleich im späteren Krankheitsverlauf neue Schübe auslösen.

Die Plaque-Psoriasis beruht auf einer Dysregulation des Immunsystems, die zu einer abnormalen Differenzierung und Hyperproliferation von Keratinozyten und zur Entzündung führt. Ursächlich ist eine komplexe Wechselwirkung zwischen verschiedenen Immunzellen, wie dendritischen Zellen und T-Helferzellen, welche die Plaques infiltrieren, proinflammatorischen Zytokinen und Keratinozyten. Wichtige beteiligte Zytokine sind dabei u. a. die Interleukine (IL) IL-12, IL-17, IL-22 und IL-23, der Tumornekrosefaktor-α (TNF-α) sowie Interferone (INF).

Dysregulation der IL-23/Th17-Achse und TYK2 spielen zentrale Rolle

Nach heutigem Forschungsstand ist bei der Pathogenese der Plaque-Psoriasis die Dysregulation der Interleukin-23/Typ-17-T-Helferzellen-Achse (IL-23/Th17-Achse) besonders entscheidend:

  • IL-23 wird von dendritischen Zellen, welche die Plaques infiltrieren, produziert und aktiviert die ebenfalls in großer Anzahl in den Plaques vorhandenen Typ-17-T-Helferzellen (Th17-Zellen).
  • Die IL-23-Signalübertragung in Th17-Zellen erfolgt dabei mittels IL-23-Rezeptor. Zur Aktivierung der intrazellulären Signalkaskade sind zudem die Tyrosinkinase 2 (TYK2) und die Januskinase 2 (JAK2) zwingend erforderlich, da der IL-23-Rezeptor keine eigene Enzymaktivität besitzt.
  • Durch die IL-23-Signalübertragung wird die Produktion von IL-17 und anderen proinflammatorischen Zytokinen angestoßen, welche zur ungebremsten Vermehrung von Keratinozyten und zum Entzündungsgeschehen beitragen.
  • TYK2 ist somit ein Schlüsselmolekül in der IL-23/Th17-Entzündungsachse bei Plaque-Psoriasis.

TYK2 spielt bei verschiedenen Signalwegen eine Rolle, wobei deren Auswirkungen auf das Immunsystem begrenzt sind. JAK1/2/3 sind ebenso bei verschiedenen Signalwegen beteiligt, die über das Immunsystem hinausgehend unterschiedliche Systeme im menschlichen Körper adressieren – die Signalübertragung über JAK1 etwa betrifft das Immunsystem, die metabolische Aktivität, den Lipidmetabolismus und die Knochenbildung.

Therapie der Plaque-Psoriasis

Zur Behandlung der Plaque-Psoriasis stehen Topika, Phototherapien, konventionelle systemische Therapien und zielgerichtete moderne systemische Therapien zur Verfügung. Die Therapiewahl hängt vor allem vom Schweregrad der Erkrankung, der Lokalisation der Plaques, der Beeinträchtigung der Lebensqualität und dem Ansprechen auf vorherige Therapien ab. Darüber hinaus sind individuelle Faktoren, wie Begleiterkrankungen und Kinderwunsch, sowie die Therapiepräferenz der Patient:innen entscheidend.

Heutzutage kann eine passende Behandlung die Symptome auf Dauer deutlich reduzieren, die Lebensqualität steigern und den Patient:innen ein fast normales Leben ermöglichen. Zu den wichtigsten Therapiezielen zählen dabei eine möglichst weitgehende Erscheinungsfreiheit, Symptomkontrolle, die Verbesserung der Lebensqualität, ein bestmögliches und schnelles Ansprechen in der Induktionsphase, dauerhafte Wirksamkeit und Krankheitskontrolle. Ein gutes Verträglichkeits- und Sicherheitsprofil und eine einfache Anwendung sind weitere wichtige Punkte.

Haben Sie eine medizinische Frage?

Ihre Anfrage wird an das Team der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung von Bristol Myers Squibb weitergeleitet: